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Anfang Oktober fand unter Leitung unserer Trainerin Katrin Moosdorf-Utech und unter Mitwirkung unserer Tanzgruppen das jährliche Tanztheater von Kindern für Kinder im Thalia Theater in Halle statt. Aufgeführt wurde in diesem Jahr "Das Lied der bunten Vögel". Für alle, die nicht dabei sein konnten haben wir neben dem nachfolgenden Bericht in unserer Bildergalerie ein paar Eindrücke von der Aufführung veröffentlicht.
Ein Hauch von Afrika mitten in Halle Der Sommer ist vorüber. Der Herbst hat dem Kalender nach das Zepter übernommen. Die Tage begrüßen und verabschieden uns mit Dunkelheit, Nebel und kalten Winden. Die Gedanken sind durchzogen von der Erinnerung an die herrlich warmen Sonnentage. Ach wäre es nicht schön, wenn man nicht noch einmal, wenn auch nur für kurze Zeit, die Wärme und das blühende Leben in der freien Natur genießen könnte. Am 02.10., 04.10. und 05.10.2009 konnte der Besucher dieser Sehnsucht nachgeben und im Thalia-Theater in die spannende Welt Afrikas eintauchen. Begleitet vom Klang afrikanischer Buschtrommeln konnte er den Bewohnern eines kleinen Dorfes, gelegen zwischen dem afrikanischen Urwald und der Savanne, einen Besuch abstatten. Fünf farbenprächtige, sanges- und tanzfreudige Vögel, dargestellt durch die JMD-Formation Dance Art, nahmen ihn einzeln mit auf ihre zunächst doch recht erfolglose Suche nach den Leckerein des Tages. Die gab es bei einem Bauern, Stefanie Müller-Heise, des Dorfes welcher den ganzen Tag über mal lustigen, mal verspielten, mal behäbigen aber auch einmal Furcht einflössenden Besuch bekam. Da gab es zum Beispiel die Schlangen, dargestellt von der Kindertanzgruppe der VHS-Halle um Caroline Roihl. Elegant wanden sie sich durch das Gras der Savanne. Die Kobolde Afrikas, die Erdmännchen, getanzt von der Gruppe des kreativen Kindertanzes um Katrin Moosdorf-Utech waren ebenfalls mit dabei. Flink, stets wachsam aber auch neugierig, wie es sich für ordentliche Erdmännchen gehört, durchstöberten sie ihre Umgebung nach Essbarem, spielten, suchten und neckten sich gegenseitig. Der Besucher war gerade hier angehalten die kleinen Gesellen, lediglich zu beobachten, und nicht zu füttern! Aber halt, was war das? Eine Trompete mitten in der Wildnis? Wohl eher nicht, es sei denn, Trompeten sind neuerdings mit vier Beinen und einem Rüssel ausgestattet. Ein Herde grauer Eminenzen, auf die Bühne gebracht, durch die kreative Kindertanzgruppe um Victoria Bettzüge, wanderte einvernehmlich auf der Suche nach einem schattigen Plätzchen über die Bühne des Theaters. Apropos Schatten. Ein schattiges Plätzchen war gerade um die gefühlte Mittagszeit unter der Sonne Afrikas nicht zu verachten. Was lag da näher als einen kleinen Abstecher in Richtung Urwald zu unternehmen. Gerade einmal kurz zur Pause niedergelassen war Stefanie, ach nein der Bauer, leider etwas unachtsam. Ein kleines gelbes gebogenes Ding, vom Bauern für die Pause bereitgelegt, weckte sofort das Interesse von wieselflinken kleinen Gesellen mit großen Ohren. Pia, Sarah, Jenny und wie sie noch alle hießen trieben diesmal nicht bei den Magic Girls sondern im Thalia Theater ihr Unwesen. Sofort war jedem klar, hier waren die Affen los. Genauso schnell wie sie gekommen waren, waren sie aber auch schon wieder fort, denn der König der Tiere, der Löwe hatte sich angekündigt. Mit einer glänzenden Choreographie nahm er gemeinsam mit seinem Rudel, den Sunny Girls, sein Revier auf der Bühne, in Afrika, im Thalia Theater, in Besitz. Selbst Stefanie, ein wirklich fleißiger und hart gesottener afrikanischer Bauer, hat es den Atem und in die Hütte verschlagen. Der Bauer währe aber nicht wirklich er selbst, wenn er nicht sogar dem König der Tiere umgehend und bestimmt den Weg des Verschwindens gewiesen hätte. Jetzt steht natürlich noch die Frage im Raum, was haben denn unsere treuen Begleiter die ganze Zeit über gemacht. Laut dem Bauern, haben sie gepiepst, gekrächzt, gehüpft, geflattert. Aus Sicht des Zuschauers war es aber sehr schön anzusehen, es war sehr elegant und sah unheimlich gekonnt aus. Doch es hat nichts genützt. Beim Bauern war allein nichts zu holen. Sie mussten zusehen, wie alle anderen ihren Tag genießen konnten und irgendwo in Afrika wohl genährt schlafen gingen. Erst als sich Dance Art, die bunten Vögel, wieder gemeinsam beim Bauern zeigten, dort zusammen ein Liedchen sangen und tanzten, konnten auch sie wieder satt und fröhlichen am Leben in Afrika teilnehmen. Nicht nur die Botschaft der Geschichte „Die Stärke der Gemeinschaft“ sondern auch die Inszenierung selbst mit allen auf, hinter, vor, über und unter der Bühne beteiligten Personen, wie Katrin Moosdorf-Utech (Choreographie / Regie), Ulrike Wichmann (Kostüme), Peter Degen (Regie / Idee / Fotos / Ausstattung), den vielen hilfreichen enthusiastischen Geistern des Thalia-Theaters sowie Simone Eichel von Trommelfell und vielen anderen, zeigen deutlich, was gemeinsames engagiertes Handeln bewegen kann. Sie alle haben eine Show für Kinder, aber auch für Erwachsene auf die Bühne gebracht, die alle Zuschauer ob jung oder nicht ganz so jung, vollkommen in ihren Bann gezogen hat. Drücken wir ihnen allen die Daumen, dass ihnen nie die Ideen, der Gemeinschaftssinn, und die Unterstützung durch das Land Sachsen-Anhalt ausgehen.
Bernd Felske
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